Dez
30
2011

RA Burg
Auch private Arbeitgeber müssen Besetzung freier Stellen mit Schwerbehinderten prüfen – sonst drohen Entschädigungsansprüche.
Nach § 81 Abs. 1 SGB IX sind Arbeitgeber verpflichtet zu prüfen, ob sie freie Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen besetzen können. Um auch arbeitslose oder arbeitssuchend gemeldete schwerbehinderte Menschen berücksichtigen zu können, müssen sie zudem frühzeitig Verbindung mit der Agentur für Arbeit aufnehmen. Dies gilt auch für private Arbeitgeber. Die Verletzung dieser Pflicht indiziert eine entschädigungspflichtige Benachteiligung eines abgelehnten schwerbehinderten Bewerbers.
(BAG, 8 AZR 608/10)
Dez
27
2011

RA Burg
Thema: “Wie wehre ich mich gegen Mobbing Am Arbeitsplatz?”
Ziel der Veranstaltung ist es, die Teilnehmer über die Problematik im Umgang mit Mobbing am Arbeitsplatz zu informieren und ihnen praktische Hinweise zum Verhalten in Mobbingsituationen zu geben.
(U. a. werden folgende Themen erläuert: Definition und Ursachen von Mobbing, Mobbinghandlungen, Erkennungskriterien, Mobbingauswirkungen, Handlungsmöglichkeiten von Mobbingbetroffenen, Informationen zum Mobbing-Tagebuch)
Die Veranstaltung findet in der Karl-Fries-Schule plus (1. Stock), Lohweg 22, Bendorf, in der Zeit von 18.30 – 20.00 Uhr statt.
Weitere Infos zur Veranstaltung sowie der Anmeldung finden Sie unter http://www.bendorf.de/
Dez
27
2011

RA Burg
Thema: “Der Arbeitsvertrag – was man als Arbeitnehmer wissen sollte”
Ziel der Veranstaltung ist es, die Teilnehmer über die Notwendigkeit sowie die Inhalte eines Arbeitsvertrages zu informieren sowie deren Auswirkungen auf den praktischen Arbeitsalltag an Hand von Beispielen zu erläutern.
(U. a. werden folgende Themen erläuert: Krankheit, Urlaub, Versetzung, Abmahnung, Kündigung, Aufgabenentzug)
Die Veranstaltung findet in der vhs Koblenz, Hoevelstraße 6, 56073 Koblenz um 19:15 Uhr Uhr statt.
Weitere Infos zur Veranstaltung sowie der Anmeldung finden Sie unter http://www.vhs-koblenz.de/
Dez
26
2011

RA Burg
Private Trunkenheitsfahrt kann bei Kraftfahrern eine Kündigung rechtfertigen.
Wird ein Kraftfahrer bei einer privaten Autofahrt mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,36 Promille ertappt, so kann der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis ordentlich kündigen. Die mit der Trunkenheit verbundene (zeitweise) Entziehung der Fahrerlaubnis kann sogar eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Das gilt auch, wenn hierbei kein Schaden entstanden ist. Hierauf kommt es für die Bewertung der Pflichtverletzung nicht an.
(Hessisches LAG, 10 Sa 245/11)
Dez
23
2011

RA Burg
Zum Wertersatz bei rechtwidrigem Ein-Euro-Job
Die für einen öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruch gegen ein Jobcenter erforderliche Vermögensmehrung kommt jedenfalls dann in Betracht, wenn es an der „Zusätzlichkeit“ einer Arbeitsgelegenheit gegen Mehraufwandsentschädigung fehlt. Da die Arbeit dann in Erfüllung einer Aufgabe erbracht worden ist, die in jedem Fall hätte durchgeführt werden müssen, ist beim begünstigten Jobcenter durch die ersparten, aber notwendig gewesenen Aufwendungen zur Erfüllung dieser Aufgabe ein Vermögensvorteil entstanden.
(BSG PM Nr.25)
Dez
19
2011

RA Burg
Eine Verlängerung der Elternzeit ist nur bei Zustimmung durch den Arbeitgeber möglich.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Elternzeit in Anspruch nehmen wollen, müssen gem. § 16 Abs. 1 S. 1 BEEG gegenüber dem Arbeitgeber erklären, für welche Zeiten innerhalb von 2 Jahren Elternzeit genommen werden soll. Eine bereits festgelegte Elternzeit kann der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin nach § 16 Abs. 3 S 1 BEEG nur verlängern, wenn der Arbeitgeber dieser zustimmt.
(BAG, 9 AZR 315/10)
Dez
16
2011

RA Burg
Stufenweise Abschaffung des Sterbegeldes war verfassungsmäßig
Der Wegfall des Sterbegelds hatte eine grundsätzlich zulässige unechte Rückwirkung zur Folge. Die alte Satzung der VBL enthielt einen ausdrücklichen Änderungsvorbehalt, weshalb die Inhaber der Anwartschaften mit einer Neuregelung rechnen mussten und diese berücksichtigen konnten.
(BVerfG PM Nr. 53)
Dez
12
2011

RA Burg
Bei der Berechnung des Urlaubsentgelts können auch Zulagen zu berücksichtigen sein
Bei der Bemessung des Urlaubsentgelts können neben dem Grundgehalt auch Zulagen zu berücksichtigen sein. Das gilt jedenfalls für solche Zulagen, die eine Unannehmlichkeit abgelten, die mit der vom Arbeitnehmer geschuldeten Leistung zwingend verbunden ist. Dagegen müssen Zulagen, die lediglich gelegentlich anfallende Kosten oder Nebenkosten abdecken sollen, während des Urlaubs nicht weitergezahlt werden.
(EuGH, C-155/10)
Dez
09
2011

RA Burg
Urlaubsabgeltungsanspruch von langzeiterkrankten Arbeitnehmern darf auf 15 Monate beschränkt werden
Eine tarifvertragliche Regelung, wonach Ansprüche auf bezahlten Jahresurlaub bei Langzeiterkrankungen nicht zeitlich unbegrenzt angesammelt werden können, sondern 15 Monate nach Ablauf des Bezugszeitraums erlöschen, ist mit dem Unionsrecht vereinbar. Dieses verlangt lediglich, dass der Übertragungszeitraum die Dauer des Bezugszeitraums deutlich überschreitet.
(EuGH C-214/10)
Dez
05
2011

RA Burg
Private Internetnutzung am Arbeitsplatz berechtigt öffentliche Arbeitgeber nicht ohne weiteres zur Kündigung
Öffentliche Arbeitgeber können einem Beschäftigten wegen unzulässiger privater Internetnutzung nur nach Maßgabe der von der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung entwickelten Grundsätze ohne Abmahnung fristlos kündigen. Eine exzessive private Internetnutzung im Sinn dieser arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung liegt noch nicht vor, wenn es innerhalb eines Überprüfungszeitraums von sieben Wochen lediglich an 12 Tagen eine Stunde täglich zu Auffälligkeiten gekommen ist.
(Niedersächsisches OVG, 18 LP 15/10)